Antwortschreiben der Grünen - Chemtrails

Hier das Antwortschreiben der Grünen auf meinen Artikel:

Auch gegen Chemtrails ist ein "Kraut" gewachsen.

 

Sehr geehrter Herr Ernst,

 

vielen Dank für ihre Mail, sie ermöglicht uns klipp und klar zu sagen: Lassen Sie sich nicht von einer Verschwörungstheorie instrumentalisieren! An den so genannten Chemtrails ist nach allen seriösen wissenschaftlichen Erkenntnissen nichts dran.

Im Jahr 2004 erschien in der esoterischen Zeitschrift Raum&Zeit der Artikel „Die Zerstörung des Himmels“ von Gabriel Stetter, in dem die Idee einer weltweiten Umweltzerstörung zur Bekämpfung des Klimawandels, die sogenannte Chemtrails, vorgeführt wurde. In diesem Artikel wurden geschickt Vorbehalte, wissenschaftliche Diskussionen und Patentanmeldungen vermischt. Eine Patentanmeldung sagt noch überhaupt nichts über eine Anwendung aus. Dadurch, dass nur die wenigsten LeserInnen die Chance haben, einen Überblick über naturwissenschaftliche Diskussionen, politische Prozesse und wirtschaftliche Auswirkungen zu bekommen, hat sich diese Idee weit verbreitet. Bis heute hält sich diese krude Theorie, die ursprünglich behauptete, es werde eine Mixtur aus Stoffen großflächig gesprüht, deren Hauptbestandteile Barium und Aluminium seien. Dazu kommen je nach persönlichem Geschmack andere Stoffe, wie z.B. Strontium.

In den ersten Jahren wurde vergeblich versucht, diese Theorie mit Fotos von Kondensstreifen zu belegen. Insbesondere dadurch, dass im Gegensatz zu „früher“ mehr und scheinbar komisch aussehende Streifen am Himmel zu sehen seien. Dabei wurde komplett unterschlagen, dass es solche unterschiedlichen Kondensstreifen schon lange vor der Klimawandeldiskussion gab und der Flugverkehr seit „früher“ massiv zugenommen hat. Immer wieder wird aufgrund dieser Theorie auch versucht, die Behörden in teure und unsinnige Messungen zu treiben. Dabei werden die knappen Gelder für das Monitoring der Umwelt dringend für die tatsächlich existierenden Schadstoffe benötigt. Zusätzlich werden die Behörden angeschrieben und jede Antwort genutzt, um sie als weiteren Beleg für einen Komplott zu präsentieren.

Zurzeit wird als Beweis für die Chemtrail-Theorie eine Haarprobe eines Bürgers herangezogen. (Nachzulesen in der Drucksache 17/5776 des Niedersächsischen Landtages.)

Die Behauptung des Fragestellers: „Die toxischen Mineralstoffwerte in der Haar-Mineral-Analyse eines Bürgers aus Niedersachsen lagen im Februar 2011 bei folgenden Stoffen alle im Normalbereich. Im Februar 2016 lag Barium beim 4,6-Fachen mit 1,68mg/kg, Cadmium beim 7,46-Fachen mit 0,097mg/kg, Antimon beim 19,4-Fachen mit 0,097mg/kg, (alle im hohen „roten Bereich“), Strontium beim 4,42-Fachen mit 1,87mg/kg im mittleren erhöhten Toleranzbereich, und Aluminium hatte sich nur leicht um das 1,32-Fache auf 1,82mg/kg erhöht.“

Im ersten Moment würde man sagen; ja da ist doch was nicht in Ordnung! Doch erstens passte diese Ergebnisse nicht zur ursprünglichen Theorie der flächendeckenden geheimen Sprühaktionen, da die Erhöhung schon bei der ersten Probe hätte vorliegen müssen: denn es wird ja angeblich schon seit mindestens 2004 „gesprüht“! Zweitens ist nicht bekannt welche Nahrung, welche Medikamente und in welchem Teil der Welt sich der Bürger in der Zwischenzeit aufgehalten hat. Denn alles diese und auch noch weitere Faktoren verändern die Werte.

Als grüne Bundestagsfraktion halten wir uns an Studien, die sich nicht auf Einzelpersonen beziehen, sondern auf einer breiteren Basis aufsetzen. Einige der oben genannten Stoffe werden regelmäßig untersucht. Die Ergebnisse sind für jeden nachlesbar in der Umweltprobenbank des Bundes hinterlegt: https://www.umweltprobenbank.de/de

Schadstoffe reichern sich in Geweben von Tieren und Pflanzen an. So können auch Schadstoffe, die sonst unter der Nachweisschwelle liegen würden, erfasst werden. Wenn die Chemtrail-Theorie stimmen würde, müssten also bei Barium, Cadmium usw. die gemessenen Werte flächendeckend ansteigen. Die Ergebnisse fließen in die Umweltprobenbank ein. Hier kann jeder die Messergebnisse nachvollziehen. Die Ergebnisse bei Barium, mit unterschiedlichen Belastungen je nach Probeort und Jahr, lassen keinen flächendeckenden Anstieg erkennen. Dasselbe gilt für Cadmium und Strontium. Nun wird von den Chemtrail-Jüngern gerne auf Aluminium hingewiesen, mit dem Vorwurf, dass Aluminium absichtlich nicht untersucht werde. Dazu ist nur sehr verkürzt zu sagen, dass Aluminium als dritthäufigstes Element der Erdkruste praktisch überall vorkommt. Es wird vom Körper sehr schnell wieder ausgeschieden. Ein Nachweis, ob eine Anreicherung vorkommt, ist deshalb nicht möglich. Untersuchungen von Proben hätten deshalb keine Aussagekraft.

Mehr dazu hier: https://www.umweltbundesamt.de/sites/default/files/medien/377/dokumente/...

Fazit: Chemtrails sind und bleiben für die Bundestagsfraktion von Bündnis 90/die Grünen eine Verschwörungstheorie. Alle sind gut beraten, sich stattdessen gegen die vielen realen Umweltgefahren zu engagieren, die es gibt.

 

Mit freundlichen Grüßen

Ihr Info-Service der Bundestagsfraktion

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Bundestagsfraktion Bündnis 90/Die Grünen

11011 Berlin

Mehr Infos: www.gruene-bundestag.de

 

Ob wir darauf Antworten, steht noch in den Sternen!

 

 

Wir sind die Keltisch-Druidische Glaubensgemeinschaft e.V.
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